Die stationäre Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme

Reichen ambulante Vorsorge- oder Rehabilitationsleistungen nicht aus, dann kann die Krankenkasse bzw. der zuständige Sozialleistungsträger eine stationäre Behandlung mit Unterkunft und Verpflegung in einer Kurklinik, einem Sanatorium oder einer Rehabilitationseinrichtung bewilligen (§ 23, 4 SGB V), mit denen ein Vertrag nach § 111 besteht.

Hierbei werden vom Leistungsträger in der Regel für drei Wochen die gesamten Kosten übernommen, es sei denn, für die Krankheit ist eine andere feste Behandlungszeit vorgegeben oder eine Verlängerung ist aus gesundheitlichen Gründen dringend erforderlich.
Letzteres gilt auch bei einer früheren Wiederholung dieser Maßnahmen vor Ablauf von vier Jahre, dem gesetzlich festgelegten Kurintervall. Die Selbstbeteiligung beträgt auch hier 10,00 € pro Kurtag.

Schließt sich eine Heilmaßnahme einem Krankenhausaufenthalt unmittelbar an ("Stationäre Anschlussrehabilitation"), so müssen die Versicherten über 18 Jahren die vorgenannte Selbstbeteiligung für 14 Tage erbringen, es sei denn, sie haben den Betrag bereits bei der Krankenhausbehandlung bezahlt.