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Schliffkopf - Kniebishütte

Hiking trail · Schwarzwald
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Nationalpark Schwarzwald Magazin Online
  • Noch ist die Sicht gut von der Aussichtsplattform am Schliffkopf an diesem Novembermorgen.
    / Noch ist die Sicht gut von der Aussichtsplattform am Schliffkopf an diesem Novembermorgen.
    Photo: Nationalpark Schwarzwald Magazin Online, Community
  • / Dr. Wolfgang Schlund (li.) und Wolfram Hessner begleiten unsere Wanderung.
    Photo: Nationalpark Schwarzwald Magazin Online, Community
  • / Dieser Stein markiert die Grenze zwischen Baden und Württemberg.
    Photo: Nationalpark Schwarzwald Magazin Online, Community
  • / Der Untergrund ändert sich ständig. Auch das ist irgendwie sehenswert.
    Photo: Nationalpark Schwarzwald Magazin Online, Community
  • / Eis und Schnee umhüllen manche Pflanzen wie Zuckerwatte
    Photo: Nationalpark Schwarzwald Magazin Online, Community
  • / Wir folgen dem roten Wanderzeichen auf dem Westweg.
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  • / Kontrastreich: Herbstlaub im Schnee.
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  • / Versteckt sich hinter dem Felsen ein Troll?
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  • / Auf schmalen Pfaden im Gänsemarsch.
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  • / Birkenhain am Rande einer Grindenfläche
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  • / Wir treten aus dem Wald und stehen bei schöner Fernsicht auf dem Kniebis-Skihang.
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  • / Unser Ziel: herzhafte Schwarzwälder Spezialitäten.
    Photo: Nationalpark Schwarzwald Magazin Online, Community
m 1000 950 900 850 12 10 8 6 4 2 km
Eine teilweise urige Tour größtenteils auf dem Westweg. Sie führt zwar an der Schwarzwaldhochstraße entlang, aber in ausreichender Entfernung für ein ungestörtes Naturerlebnis. Gerade im Winter, wenn nicht viel los ist.
Distance 12.2 km
3:15 h
137 m
220 m
1,020 m
879 m

Wandern auf der Route vom Schliffkopf zum Kniebis ist nicht nur bei Sonnenschein ein Genuss. Geradezu mystisch wirkt die Natur auf den Naturwegen im Nationalpark bei Nebel und nach dem ersten Schneefall. So als ob jeden Augenblick geheimnisvolle Waldgeister hinter Bäumen oder Felsen hervorlugen könnten. Auf unserer zwölf Kilometer langen Tour, die teilweise den Westweg entlang führt, begleiten uns Nationalparkdirektor Wolfgang Schlund und Ranger Wolfram Hessner.

Tourbeschreibung mit noch mehr Bildern auch auf auf dem Blog des Nationalpark Schwarzwald Magazins

Highest point
1,020 m
Lowest point
879 m

Safety information

Der Weg ist leicht ohne nennenswerte Steigungen.

Start

Nationalparkhotel Schliffkopf (1,017 m)
Coordinates:
DD
48.531837, 8.217776
DMS
48°31'54.6"N 8°13'04.0"E
UTM
32U 442252 5375709
w3w 
///blot.liquidated.lockdown

Destination

Kniebishütte, Kniebis

Turn-by-turn directions

Stimmungsvolle Winterwanderung

Aus der wohligen Wärme des Nationalparkhotels Schliffkopf stapfen wir in die leicht verschneite Winterlandschaft hinaus, die wie mit Zucker bestäubt wirkt. Nach wenigen Hundert Metern westwärts gelangen wir zur Panoramaplattform, die uns – noch – eine schöne Weitsicht Richtung Rheintal schenkt. Von hier aus schwenken wir auf den Westweg ein. Es beginnt zu schneien, und Nebelschwaden hüllen uns ein. Hier oben auf rund 1.000 Höhenmetern können das bei dieser Wetterlage auch schon Wolken sein.

Wild wie die Tundra

Wir befinden uns mitten in der Wildnis. Obwohl – genau genommen noch nicht. Denn wir gehen am Rande der Grindenflächen des Schliffkopfs entlang. Hier weiden im Sommer Rinder, Schafe und Ziegen. Die Grinden gehören zur Managementzone des Nationalparks, in die der Mensch auch weiterhin eingreift. Durch die Beweidung werden die Flächen offen gehalten – wichtig für Tier- und Pflanzenarten, die im Wald nicht vorkommen. Auch Waldtiere wie das Auerhuhn nutzen diese Flächen. Gerade das Auerhuhn mag keinen dichten Wald, sondern lückige, lichtere Strukturen. Auf den Grinden ernährt es sich im Winter von den Nadeln der Latschenkiefern, die auch als Deckung dienen. Insofern profitiert der Vogel von den Eingriffen des Menschen. Wild wie eine sibirische Tundralandschaft wirkt das Gelände trotzdem mit seinen niedrigen Beerensträuchern, rauen Gräsern und den Latschenkiefern.

Ein Markstein erzählt über Gebietsveränderungen

Wir passieren einen alten Grenzstein. Er markiert die Grenze zwischen Baden und Württemberg. An seiner Westseite sind die drei württembergischen Geweihstangen eingemeißelt, an seiner Ostseite das badische Stammwappen. „Das war nicht immer so“, erklärt Wolfgang Schlund und macht uns darauf aufmerksam, dass der Schild mit dem Schrägbalken in eine Vertiefung eingraviert ist. „Ursprünglich stand hier das Wappen des Bistums Straßburg, das aber 1803 entfernt wurde. Das Gebiet hat erst Napoleon Baden zugeschlagen, als Ausgleich für den Verlust linksrheinischer Gebiete.“

Entlang des Westwegs

Wir folgen dem Wanderzeichen des Westwegs, einer roten Raute auf weißem Grund, auf einem urigen Pfad mit groben flachen Steinen. Oft erfreuen wir uns an malerischen Details. Denn Raureif und Schnee lassen Gräser, Sträucher und Zweige besonders pittoresk aussehen. Wir passieren einen Aussichtspunkt mit Fernrohr. Aber nun gibt es in der Ferne nichts mehr zu sehen, dichte Wolken hüllen uns ein.

Vogelstimmen und „Thunfischholz“

Immer wieder tauchen wir in Waldgelände mit Tannen und Fichten ein. Wolfram Hessner ist passionierter Ornithologe. Mit seinen geschärften Sinnen erblickt er auf unserer Wanderung einen Schwarzspecht hier oder ein Dompfaff-Pärchen da. Er hört das Rätschen des Tannenhähers und das Zwitschern des Buchfinks, des „häufigsten Wildvogels in Deutschland“, wie er uns erklärt. Er zeigt uns seltene Flechten und zerfasertes verwittertes Holz. „Wenn wir mit den Junior Rangern unterwegs sind, nennen wir es Thunfischholz“, lächelt er, „weil es so eine ähnliche Farbe und Struktur hat und sich so ähnlich in Schichten abtragen lässt.“

Vorbei an Orten voller Geschichte(n)

Der Weg verändert häufig sein Gesicht. Mal schlendern wir bequem auf gekiesten Wanderwegen, mal steigen wir über unzählige Wurzeln. Mal schreiten wir über steinigen Untergrund, mal gehen wir im Gänsemarsch auf schmalen erdigen Pfaden. Wolfgang Schlund erzählt uns viel über die Geschichte des jungen Nationalparks. Ebenso kommen wir an geschichtsträchtigen Orten vorbei. Etwa an der Röschenschanze. Diese Wallanlage in Form eines sechsstrahligen Sterns – den man nur aus der Luft noch als solchen erkennt – entstand Ende des 18. Jahrhunderts während der napoleonischen Kriege. Der württembergische Herzog Ludwig Eugen beauftragte damals den Ingenieur-Major Rösch mit dem Bau einer Befestigungsanlage an diesem strategisch wichtigen Ort. Nicht weit davon gelangen wir zum Hotel Zuflucht. Ursprünglich stand hier eine Hütte, die Waldarbeitern und Hirten Schutz bot. Später wurde daraus ein Gasthaus, und immer wieder gelangten auch verletzte oder verirrte Menschen dorthin.

Der Schliffkopf liegt weit hinter uns – Endspurt zur Kniebishütte

Rund zwei Kilometer weiter südöstlich kommen wir zur Alexanderschanze, die ebenfalls eine Verteidigungsanlage zur Zeit Napoleons war. Das gleichnamige Hotel steht seit Längerem leer. Inzwischen gibt es Pläne, es wieder instand zu setzen und die Naturwissenschaftler des Nationalparks dort unterzubringen. Hier verlassen wir den Westweg und folgen der Beschilderung nach Osten Richtung Kniebis. Inzwischen lockert sich die Bewölkung auf und manchmal zeigt sich ein Stückchen blauer Himmel. Wir befinden uns nun außerhalb des Nationalparkgebiets, doch der Wald ist immer noch zauberhaft. Wir sehen stark bemooste Bäume und verschneite Fliegenpilze. Auch hier begegnet uns wieder ein Grenzstein. „Diese schweren Dinger werden tatsächlich manchmal gestohlen“, bedauert Wolfgang Schlund, „und durch neue – oder gar nicht mehr – ersetzt.“

Sichtbare Spuren der Vergangenheit

Allmählich knurrt uns der Magen, nach über zehn Kilometern Wegstrecke. Noch ein kurzer Zwischenstopp an einer Stelle, an der auf einer großen Steinplatte lange tiefe Rinnen zu sehen sind. „Das sind Wagenspuren aus alten Zeiten, als es noch lange keine Schwarzwaldhochstraße gab“, erläutert uns der Nationalparkchef. Wir nähern uns dem Kniebis, die Sonne bricht durch die Wolken und lässt den Wald in einer ganz anderen, heiteren Stimmung erscheinen. Plötzlich treten wir aus dem Wald hinaus auf die Kniebishöhe und haben eine grandiose Fernsicht. Endspurt. Unsere Schritte werden schneller und schließlich stürmen wir nach rund zwölf Kilometern die gemütliche Kniebishütte, wo wir mit leckeren Schwarzwaldspezialitäten verwöhnt werden.

(Fotos: Stefan Dangel, Franziska Schick)

Hinweise zum Verhalten im Nationalpark

  • Bleibt auf den ausgewiesenen Wegen. Im Nationalpark steht euch ein umfassendes ausgewiesenes Wegenetz attraktiver Wege zur Verfügung.
  • Lasst eure Hunde nicht frei laufen.
  • Beunruhigt, stört oder füttert die Tiere im Nationalpark nicht. Stellt den Tieren nicht nach.
  • Parkt nur in dafür ausgewiesenen Bereichen.
  • Macht kein offenes Feuer und raucht nicht im Nationalpark.
  • Nächtigt nur an dafür bereitgestellten und gekennzeichneten Bereichen innerhalb des Nationalparks.
  • Sammelt außerhalb der hierfür ausgewiesenen Bereiche keine Pflanzen oder Pflanzenteile. Informationen zu den ausgewiesenen Heidelbeersammelflächen erhaltet ihr an den Informationsstellen des Nationalparks.
  • Badet nicht in den Gewässern des Nationalparks. Die Fließgewässer wie auch die Karseen des Nationalparks sind seltene und sensible Biotope.
  • Lasst nichts zurück. Helft uns, indem auch ihr für einen sauberen Nationalpark sorgt.
  • Achtet auf umstürzende Bäume und herabfallendes Totholz. Innerhalb des Nationalparks bestehen erhöhte waldtypische Gefahren, weil hier das Altern und Vergehen von Bäumen ermöglicht wird. Ihr betretet den Nationalpark auf eigene Gefahr. Besondere Beachtung gilt bei Unwetter und Sturm.
  • Achtet auf eine gute Ausrüstung mit festem Schuhwerk und Regenschutz sowie genügend Trinkwasser und Verpflegung.

Note


all notes on protected areas

Public transport

Public-transport-friendly

Zwischen Schliffkopf und Kniebis verkehren Busse auf der Schwarzwaldhochstraße. Die Linie 12 fährt an Werktagen von Freudenstadt zum Mummelsee und zurück und hält jeweils am Kniebis und am Schliffkopf. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen fährt die Linie F2 dieselbe Route.

Allerdings fahen die Busse je nach Jahreszeit nicht sehr oft. Eine Anreise mit dem Auto empfiehlt sich. Sowohl am Schliffkopf als auch am Kniebis gibt es Parkplätze, die allerdings in der Hochsaison stark frequentiert sind. Also sollte man sich vorher erkundigen, wann ein Bus für die Rückfahrt abfährt.

Infos auf www.vgf-info.de (Verkehrsgemeinschaft Landkreis Freudenstadt)

Getting there

Zum Schliffkopf bzw. zum Nationalparkhotel Schliffkopf (wo sich Bushaltestelle und Parkplatz befinden):

Von Westen her in Baden-Baden oder über Achern (Autobahnausfahrt A5, dann L87) auf die Schwarzwaldhochstraße (B 500) bis zum Schliffkopf.  Von Osten her von Freudenstadt aus auf die Schwarzwaldhochstraße, zunächst ist das die B28. Am ehemaligen Hotel Alexanderschanze rechts abbiegen auf die B 500 und weiter bis Schliffkopf.

Parking

Sowohl am Schliffkopf als auch am Kniebis gibt es kosenlose Parkplätze, die allerdings in der Hochsaison stark frequentiert sind.

Coordinates

DD
48.531837, 8.217776
DMS
48°31'54.6"N 8°13'04.0"E
UTM
32U 442252 5375709
w3w 
///blot.liquidated.lockdown
Arrival by train, car, foot or bike

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Equipment

Festes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung

Basic Equipment for Hiking

  • Sturdy, comfortable and waterproof hiking boots or approach shoes
  • Layered, moisture wicking clothing
  • Hiking socks  
  • Rucksack (with rain cover)
  • Protection against sun, rain and wind (hat, sunscreen, water- and windproof jacket and suitable legwear)
  • Sunglasses
  • Hiking poles
  • Ample supply of drinking water and snacks
  • First aid kit
  • Kit para bolhas
  • Bivy / survival bag  
  • Survival blanket
  • Headlamp
  • Pocket knife
  • Whistle
  • Cell phone
  • Cash
  • Navigation equipment / map and compass
  • Emergency contact details
  • ID
  • The 'basic' and 'technical' equipment lists are generated based on the selected activity. They are not exhaustive and only serve as suggestions for what you should consider packing.
  • For your safety, you should carefully read all instructions on how to properly use and maintain your equipment.
  • Please ensure that the equipment you bring complies with local laws and does not include restricted items.

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Distance
12.2 km
Duration
3:15 h
Ascent
137 m
Descent
220 m
Highest point
1,020 m
Lowest point
879 m
Public-transport-friendly Scenic Refreshment stops available Family-friendly Cultural/historical interest Botanical highlights Linear route

Statistics

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Features
2D 3D
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Distance  km
Duration : h
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