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Wanderung

Tourentipp: Wanderung zur Schönsten Weinsicht Geisenheim

· 2 Bewertungen · Wanderung · Geisenheim · geöffnet
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  • Ausblick Schönste Weinsicht Geisenheim
    Ausblick Schönste Weinsicht Geisenheim
    Foto: Wolfgang Blum
m 250 200 150 100 50 12 10 8 6 4 2 km

Er ist mit 152,7 Metern Höhe nicht wirklich hoch, doch wer einen Blick zu seinem Gipfelkreuz erhascht, sieht sofort, warum die Geisenheimer ihren Hausberg so mögen: Der Rothenberg überragt die Stadt und gibt ihr ein besonderes Gepräge – er steht darin seinem weltberühmten Nachbarn Johannisberg in nichts nach. Die Aussicht von hier oben wurde bei einer Internetabstimmung des Deutschen Weininstitutes 2012 zur „schönsten Weinsicht“ des Rheingaus gewählt. Seitdem markiert eine drei Meter hohe Stele aus Stahl den Gipfel. Sie stellt eine stilisierte Weintraube dar und wurde nach einer Zeichnung des Mainzer Künstlers Ulrich Schreiber per Laser aus dem Metall geschnitten.

 Der Rothenberg ist Ausgangspunkt einer Wanderrunde durch Weinberge hinüber zum Kloster Hildegardis und in den weltberühmten Weinort Rüdesheim. Auf dem Hinweg folgt sie zum Teil dem Rheinsteig, auf dem Rückweg begleitet sie den Rhein. So verbindet die Route die schönste Weinsicht des Rheingaus mit einem der schönsten Weitwanderwege Deutschlands und dem mystischsten Strom Deutschlands – ein Dreiklang mit besonderem Erlebniswert.

 

Die Runde nutzt ausschließlich befestigte, zum Teil asphaltierte Wege. Sie ist trotz ihrer Steigungen für Kinderwagen geeignet und kann unterwegs jederzeit unterbrochen werden.

geöffnet
Strecke 13,7 km
3:36 h
257 hm
257 hm
248 hm
79 hm

Die Rundtour beginnt am Bahnhof in Geisenheim (nördlicher Bahnsteig). Entlang der Bahnstraße geht man 100 Meter Richtung Rüdesheim, dann nach rechts in der Behlstraße bis zum Nordring am Fuß des Rothenbergs. Nun nach rechts aufwärts abbiegen. Direkt gegenüber dem ersten von drei Hochhäusern beginnt der Geisenheimer Weinlehrpfad, den wir zur schönsten Weinsicht auf dem Rothenberg-Gipfel begleiten.

In seinen steilen Lagen wächst Wein, der auf gleicher Stufe wie der Rüdesheimer Berg, das Schloss Johannisberg, der Steinberg und der Kiedricher Gräfenberg steht. Die älteste Lagenklassifikationskarte der Welt weist ihm seit 1867 den höchsten Status der Klasse I zu. Im Rothenberg wurden mehrfach Riesling-Trockenbeerenauslesen mit mehr als 300 Grad Oechsle geernte. 2005, 2007 und 2009 markierte eine Trockenbeerenauslese dieser Lage den Deutschlandrekord der Mostgewichte.

Seit der Blick vom Rothenberg zu den schönsten Weinsichten Deutschlands gehört, genießen immer mehr Menschen das prächtige Panorama. Im Norden ragen die Höhenzüge des Taunus empor und erinnern daran, dass das Weinland Rheingau eigentlich ein Waldland ist. Rheinaufwärts reicht der Blick über Schloss Johannisberg und die Rebhänge hinweg nach Wiesbaden und Mainz, gleitet über den Inselrhein mit der größten Rheininsel (Mariannenaue) und die breiteste Stelle des Stromes (ein Kilometer zwischen Winkel und Freiweinheim) ins rheinhessische Hügelland, bleibt kurz am Rochusberg sowie dem Donnersberg am Horizont hängen und endet schließlich im Westen beim Weinort Rüdesheim, seit 2002 Tor zum Unesco-Welterbe Oberes Mittelrheintal.

Nachdem man das Panorama genossen hat, schlendert man auf dem Feldweg auf Schloss Johannisberg zu und trifft auf die Langestraße. Ihr folgt man nach rechts abwärts zu den drei Hochhäusern an der Albert-Schweitzer-Straße. Nun nach rechts auf dem Nordring bis zur Hospitalstraße, wo man auf den Rheinsteig-Zugweg trifft („weißes R auf gelbem Grund“). Die Markierung weist nach rechts, läuft am alten Friedhof entlang und biegt nach dem Seniorenheim nach links in den Kreuzweg ein. Auf ihm geht es über die Nothgottesstraße (K 630) hinweg in die Weinberge.

Nun steigt die Route nach rechts allmählich bis zum Schützenhaus an, wo sie auf den „richtigen" Rheinsteig einmündet (Markierung „weißes R auf blauem Grund“). Ihm folgt man mit herrlichem Blick ins Rheintal bis zum Kloster St. Hildegard, das seit 1904 aus den Weinbergen oberhalb von Rüdesheim ragt. Die Anfänge der Abtei gehen zurück auf ein Kloster, das die Heilige Hildegard 1165 im Ortsteil Eibingen gründete. In der Abtei führen Ordensfrauen die Tradition der Benediktiner fort: Ora et labora. Seit Hildegard von Bingen im Herbst 2012 von Papst Benedikt heiliggesprochen und zur Kirchenlehrerin ernannt wurde, ist die Anziehungskraft der Abtei noch einmal kräftig gestiegen. Die Ordensfrauen betreiben dort unter anderem ein Weingut sowie einen Klosterladen mit Büchern und Produkten, die auf der Grundlage der Hildegard-Literatur hergestellt werden.

Weiter in westlicher Richtung geht es über die Straße von Rüdesheim nach Aulhausen hinweg bis zum sogenannten Brahmsweg in den Weinbergen. Er erinnert an den berühmten Komponisten, der gerne Gast in Rüdesheim war. Man trifft auf den Weg an der Stelle, wo einst eine Zahnradbahn zum Niederwald schnaufte. Die Trasse ist im Gelände noch gut zu erkennen. Wer will, kann ihr auf dem Rheinsteig nach rechts folgen und zum Germania-Denkmal aufsteigen (20 Minuten).

Alle übrigen biegen hier nach links auf den Brahmsweg ein und schlendern auf einem grob gepflasterten Weg (Vorsicht bei Glätte und Nässe) zum großen Parkplatz an der Ringmauer hinab. Von hier sind es in der Obergasse gerade mal 500 Meter nach rechts bis zum oberen Ende der weltberühmten Drosselgasse. Sie gilt als die fröhlichste Gasse der Welt und lockt jährlich fast drei Millionen Tagesgäste an. Gerade mal 137 Meter lang und weniger als drei Meter breit ist sie Symbol für rheinische Fröhlichkeit.

An ihrem unteren Ende mündet die Drosselgasse in die Rheinstraße ein. Nun muss man nur noch die Bahngleise überwinden – und schon ist der Rhein erreicht. An den Schiffsanlegern entlang schlendert man auf der Uferpromenade gemächlich stromaufwärts zum Asbach-Freibad, dem Campingplatz und den Ruinen der Hindenburgbrücke. Sie bildete von 1915 ab eine Verbindung zum linken Rheinufer bei Bingen-Kempten. Im März 1945 sprengten deutsche Truppen die Brücke, um den Vormarsch der Alliierten zu verzögern. Die Ruinen markieren seit 2002 den östlichsten Punkt des Unesco-Welterbes Oberes Mittelrheintal.

Der hessische Radweg R 3, dem die Route jetzt folgt, führt unter dem Brückenbogen hindurch in Richtung Geisenheim und am Klärwerk nach rechts am Hafendamm entlang erneut zum Rheinufer. Dort wenden wir uns nach links und begleiten den Fluss stromaufwärts bis zum Weinprobierstand Geisenheim, wo man von Ostern bis Oktober mit einem guten Tropfen auf die gelungene Tour anstoßen kann. Von der großen Wiese sind es unter der Bundesstraße hindurch und am Rheingauer Dom vorbei durch die Innenstadt von Geisenheim knapp fünfzehn Gehminuten bis zum Bahnhof zurück.

Profilbild von Wolfgang Blum
Autor
Wolfgang Blum
Aktualisierung: 14.10.2021
Höchster Punkt
248 m
Tiefster Punkt
79 m

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Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH

Tel.: 06723-60272-0 (Mo-Fr 8.00 - 16.00 Uhr)

info@rheingau.com

www.rheingau.com

Start

Geisenheim, Bahnhof (92 m)
Koordinaten:
DD
49.985940, 7.968520
GMS
49°59'09.4"N 7°58'06.7"E
UTM
32U 426055 5537577
w3w 
///gebiet.anrufer.erfolgreichen
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Ziel

Geisenheim, Bahnhof

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Koordinaten

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49.985940, 7.968520
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49°59'09.4"N 7°58'06.7"E
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32U 426055 5537577
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Bewertungen

5,0
(2)
Peggy Klein
08.03.2021 · Community
Sehr schöne Tour! Es gab beim Kloster auch einen Kaffee und auf der Drosselgass noch einen Wein to go 😀
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Foto: Peggy Klein, Community
Foto: Peggy Klein, Community
Foto: Peggy Klein, Community
Jürgen Klute
21.09.2019 · Community
Gemacht am 20.09.2019
Foto: Jürgen Klute, Community

Fotos von anderen

+ 2

Status
geöffnet
Bewertung
Strecke
13,7 km
Dauer
3:36 h
Aufstieg
257 hm
Abstieg
257 hm
Höchster Punkt
248 hm
Tiefster Punkt
79 hm

Statistik

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Karten und Wege
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