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Rheinsteig in Hessen: Wiesbaden bis Lorch

Wanderung · Taunus
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Karte / Rheinsteig in Hessen: Wiesbaden bis Lorch
m 400 300 200 100 70 60 50 40 30 20 10 km Kloster Eberbach Assmannshausen Schlangenbad Kühns Mühle Kirche Lorch Kiedrich 2
Die Vielfalt, die der Rheinsteig nicht nur in punkto Landschaftsformen und Naturattraktionen im atemberaubenden Rheintal bietet, sondern v.a. auch die mühelose Verschmelzung von geschichtsträchtigen Bauwerken und Schauplätzen oder kulturellen Höhepunkten mit einem  großartigen Weitwanderweg sucht ihres Gleichen. Der Rheinsteig schafft dieses Kunststück nicht nur  auf kurzen Abschnitten, sondern hält auf seinen gesamten 320 km ein hohes Niveau.

Daran hat auch der hessische Abschnitt von Wiesbaden bis Lorch einen bedeutenden Anteil. Das Rebenmeer des Rheingaus mit den sagenhaften Ausblicken, die schmucken Fachwerkstädtchen und die beeindruckenden Klöster Eberbach, St. Hildegardis und Marienthal sind nur einige der lohnenden Ziele am Wegesrand.

mittel
Strecke 73,7 km
4:30 h
1.688 hm
1.696 hm
360 hm
76 hm
Der Rheinsteig – ein verheißungsvoller Name, der für die etwa 80 hessischen, aber auch für die insgesamt 320 Kilometer bis Bonn, jede Menge Erwartungen weckt. Vor Schloss Biebrich begrüßt uns erstmals das charakteristische blau-weiße Logo. Über den Hafen Schierstein laufen wir zur Gartensiedlung am Rand der Stadt, dann öffnet sich vor uns der Rheingau. Tolle Ausblicke auf das Rheintal begleiten uns zur Ruine Frauenstein, bevor wir Richtung Schlangenbad zum ersten Mal den Rheinsteig im Wald erleben.

2. Tag:

Vom modernen, aber nicht mondänen Kurort geht es durch herrliche Wälder zurück in die Weinberge des Rheingaus. Wir passieren den Abzweig nach Rauenthal und erreichen das sehenswerte Städtchen Kiedrich. Die Ruine Scharfenstein, der mittelalterliche Stadtkern und die berühmte Wallfahrtskirche sorgen für kulturelle Höhepunkte. Auch das Etappenziel, Kloster Eberbach, ist weit über den Rheingau hinaus bekannt.

3. Tag:

Der Tag beginnt im gepflegten Klosterpark, den wir rasch gegen die typische Rheingaulandschaft eintauschen. Wald und Weinberge prägen im ständigen Wechsel den weiteren Weg, der uns an Kühns Mühle und Schloss Vollrads vorbei zur Wallfahrtskirche Marienthal führt. Kurzweilig wandern wir durch Wald und Felder, zu offenen Weinbergen oberhalb Rüdesheims. Der krönende Abschluss ist die Ankunft in der Abtei St. Hildegardis, von wo aus der Blick in die weite Fläche des Rheingaus schweift.

4. Tag:

Von der Abtei St.Hildegardis wandern wir bei bester Aussicht durch Weinberge zum bekannten Niederwalddenkmal. Vorbei an zahlreichen Aussichtspunkten auf Rüdesheim und das Rheintal genießen wir das Wandern. Einmal mehr verbindet der Rheinsteig hier Kultur, Geschichte und Natur harmonisch miteinander. Durch Krüppeleichenwald erreichen wir das schmucke Rotweinstädtchen Assmannshausen, wo wir Quartier beziehen und uns den Wein munden lassen.

5. Tag:

Von Assmannshausen wandern wir mitten durch das Rebenreich des Rheingaus und genießen zahlreiche Ausblicke zurück auf das Binger Loch oder voraus auf die linksrheinischen Burgen Rheinstein und Reichenstein. Der Weg führt uns nun durch das Welterbe Mittelrheintal und begeistert uns durch die Vielfalt der Landschaftsformen und Aussichten. Auch Kondition ist heute gefragt, doch spätestens nach Erreichen des heute höchsten Punktes an der Paul Claus Hütte sind auch die Anstiege des ersten Drittels vergessen. Kultureller Höhepunkt am Schluss der Wanderung ist das sehenswerte Städtchen Lorch mit seiner gotischen Kirche.

Autorentipp

Sehenswertes: Schloss Biebrich (1), Kurhaus, Neroberg (S), Ruine Frauenstein (2), Schlangenbad (3), Rauenthal (4), Kiedrich: Stadtzentrum, Ruine Scharfenstein, Wallfahrtskirche (5), Kloster Eberbach (6), Kühns Mühle (7), Schloss Vollrads (8), Kloster Marienthal (9), Rüdesheim: Kloster St. Hildegardis, Stadtzentrum (10), Niederwalddenkmal Germania (11), Assmannshausen: Stadtbild (12), Paul Claus Hütte (13), Lorch am Rhein: Stadtbild, Ruine Nollig, Kirche (14).

Wer den Rheinsteig mal aus anderer Perspektive erleben will, kann dank der Fähren die Rheinseite wechseln und so eine mehrtägige Rundtour auf Rheinsteig (rechtsrheinisch) und Rheinburgenweg (linksrheinisch) machen.
Übernachtung/Einkehr: Gastronomie in allen Etappenorten, siehe "Weitere Infos"
Profilbild von Outdooractive Administrator
Autor
Outdooractive Administrator
Aktualisierung: 21.02.2014
Premiumweg Deutsches Wandersiegel
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Naheblick, 360 m
Tiefster Punkt
Biebricher Schloss, 76 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Wegearten

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Sicherheitshinweise

Der Jahreszeit und dem Wetter entsprechende Ausrüstung, sowie festes Schuhwerk mit Profilsohle, Mütze, Regenschutz, Karte, Tagesproviant. Die Wanderungen auf dem Rheinsteig sind bei jedem Wetter durchzuführen. Besonders schöne Flora findet man v.a. im Rheintal im Frühling und Herbst. Bei Regenwetter kann es auf den naturbelassenen Wegen teilweise matschig werden. Zusätzliche, besondere Anforderungen (z.B. Trittsicherheit) werden in den jeweiligen Etappen erwähnt.

Weitere Infos und Links

Projektbüro Rheinsteig, Loreley-Besucherzentrum, 56346 St. Goarshausen, Tel. 0 18 05-64 83 28 (14 ct/min), Fax 0 67 71-95 93 81 4, info@rheinsteig.de, www.rheinsteig.de, www.hessen-tourismus.de

 

Start

Biebricher Schloss, Wiesbaden (83 m)
Koordinaten:
DD
50.037030, 8.234241
GMS
50°02'13.3"N 8°14'03.3"E
UTM
32U 445162 5543028
w3w 
///digitalen.gespräche.köpfe
Auf Karte anzeigen

Wegbeschreibung

1. Etappe: Wiesbaden – Schlangenbad

Gleich nach dem Auftakt (S) am Schloss Biebrich in Wiesbaden (1) gehen wir mit dem Namensgeber des Rheinsteigs auf Tuchfühlung, ja queren sogar per Steg einen Nebenarm des Rheins am Schiersteiner Hafen. Wir passieren schnell die letzten Wohnbereiche, die Bahntrasse und die A66, um uns schon 4 km nach dem Start in den weitläufigen Grünanlagen der Gärten um Schierstein wieder zu finden, den Trubel der Landeshauptstadt lassen wir endgültig hinter uns. Häufige Richtungsänderungen meistern wir dank hervorragender Markierung (die wir auf der gesamten Strecke zu schätzen lernen) problemlos. Unvermittelt bleiben die Gärten zurück, und die für die Gegend typische offene Landschaft, mit Wiesen, Obstanbau und Weinbergen umfängt uns. Wir wandern entlang des kleinen Leierbachs, und erahnen erstmals die Qualitäten des Rheinsteigs (wie z.B. wenig Teer, viele Naturwege und Pfade). Allmählich gewinnen wir an Höhe und werden mit der ersten grandiosen Aussicht auf den Rheingau belohnt. Schließlich geht unser Feldweg in einen Teerweg über, hier heißt es aufpassen und nach links schwenken, voraus erkennen wir an einem Baum bereits wieder das nächste Rheinsteiglogo.

Erneute schnelle Richtungswechsel führen uns nach insgesamt 7.5 km zum „Nürnberger Hof“. Hier geht es rechts weiter, leicht bergan, bis wir vom Rand eines Wäldchens erneut den Blick zum Rhein schweifen lassen können. Kurz darauf erwartet uns mit dem Goethestein eine erste Attraktion. Von hier gelangen wir durch das kleine Wäldchen zum nahen Frauenstein, beim Abstieg ergeben sich lohnende Ausblicke auf die Ruine (2). In Frauenstein queren wir die Straße und steigen rechts neben der Kirche, von der Straße „Am Lindenbaum“ aus, steil auf engem Pfad bergan. Oben angelangt kreuzen wir die Straße nach Schlangenbad und wandern, am Park von Schloss Sommerberg vorbei, hinunter ins Tal zum Naturschutzgebiet „Sommerberg“. Wir passieren Gärten, Wiesen und Weiden, queren einen kleinen Bach und treten in lichten Laubwald ein. Stetig bergan wandernd, erreichen wir nach insgesamt 12.2. km den “Monstranzenbaum”, einen mittlerweile abgestorbenen aber nicht minder imposanten Baumriesen. Von hier laufen wir auf wunderbaren Waldwegen weiter und schon gibt es die nächste Attraktion zu bestaunen: ein Quarzriegel hat der Erosion widerstanden und präsentiert sich in Form mächtiger Felsen, unter denen v.a. der “Graue Stein” beeindruckt. Wir wandern nun leicht abwärts durch den Mischwald, tangieren kurz den Ortsteil Georgenborn und erreichen bei der „Marx-Hütte“ den Talgrund. Durch die saftigen Wiesen am Wallufbach gelangen wir ins Kurgebiet von Schlangenbad, wo diese Etappe an der Promenade endet (3).

2. Etappe: Schlangenbad- Kloster Eberbach

Im Zentrum von Schlangenbad starten wir zur 2. Etappe. Durch den gepflegten Kurpark, vorbei an Kurhaus, gelangen wir ans westliche Ende des Ortes und zum Einstieg in den Wald. Auf Waldwegen wandern wir, öfter die Richtung wechselnd, stetig bergauf durch den Mischwald. Zahlreiche landschaftliche Wechsel mit Hecken- und Wiesenstreifen gestalten diesen Abschnitt kurzweilig und führen uns bald zu einer Wassertretstelle.

Am Westrand von Rauenthal (4), der Ort selbst wird nicht berührt, leitet uns das Rheinsteiglogo auf und ab, mal auf breitem Waldweg, meist aber auf schmalem Pfad, an zahlreichen Bächen vorüber zur Waldgaststätte „Rausch“. Diese urige Kneipe mit Biergarten wird vom „Münchener im Himmel“ bewacht und lädt nach 7 km täglich ab 15.00 Uhr (Sa, So und Feiertags schon ab 11.00 Uhr) zur Rast ein.

Frisch gestärkt wandern wir durch das Sülzbachtal, um bald auf idyllischen Waldpfaden an Höhe zu gewinnen. Schließlich verlassen wir den Wald und finden uns inmitten der Weinberge wieder. Vorbei am „Ehe-Weinberg“ der Gemeinde Kiedrich treffen wir auf der Ruine Scharfenstein ein. Die Ruine ist nicht nur ein eindrucksvolles Gemäuer, sondern gewährt auch einen tollen Ausblick auf Kiedrich und den Rheingau. Über einen recht steilen (an Regentagen rutschigen) Weg geht es hinunter in das sehenswerte Städtchen Kiedrich. Geschickt schlängelt sich der Rheinsteig am Bach außen um die Neubaugebiete herum, um unweit der bekannten Wallfahrtskirche St. Valentinus und Dionysius (5) den pittoresken alten Ortskern zu erreichen. Ein Blick ins Innere der ursprünglich gotischen Kirche lohnt sich, bevor wir die Straße queren und vorbei am historischen Gasthaus Engel über Marktstraße und Bingerpfadstraße zum Klosterbergweg wandern und das Dorf nach insgesamt 11.5 km hinter uns lassen.

Sehr abwechslungsreich führt unser Weg an Gärten, Weinbergen und mit Hecken gesäumten Wiesen vorüber, bis wir nach einigen Richtungsänderungen erneut in den Wald eintreten. Der Grünbach wird gequert, bevor wir die letzte Steigung vor dem Ziel erklimmen. Kaum haben wir die Kuppe überwunden wandern wir steil abwärts bis an einer Wegkreuzung unvermittelt der Blick auf das Klostergelände Eberbach frei wird. Nach einem Schwenk nach rechts geht es gemächlich hinunter zum Kloster Eberbach (6), welches wir durch ein Holztor von hinten (nachdem wir fast das ganze Areal umrundet haben) betreten. In der Klosterschänke finden wir Gelegenheit diese Etappe gebührend abzuschließen.

3. Etappe: Kloster Eberbach – Rüdesheim

Zur heutigen Etappe starten wir an der Bushaltestelle bei den Parkplätzen an der Westseite von Kloster Eberbach. Wir steigen auf Rheinsteig und weiteren Wanderwegen sogleich steil im Wald bergan und gelangen zur Weinlage „Heiligenberg“. Mal außen, mal innen, aber nie fern vom Waldrand wandern wir zum mittlerweile gefällten ehemaligen Naturdenkmal Unkenbaum, wo wir nach Südwesten schwenken und vom Rheinsteiglogo durch abwechslungsreiche Landschaft aus Wald, Gebüschen, kurzen Wiesenabschnitten und Weinbergen geführt werden.

Von der Schutzhütte am Susberg genießen wir einen weiten Blick auf das Kernland des Rheingaus, bevor wir entlang der Weinberge ohne größere Höhendifferenzen zum Waldparkplatz der Freizeitanlage “Kerbesberg” wandern. Wir passieren die Vereinshütte des Modellflugvereins und gelangen kurz später zu einer wenig unterhalb gelegenen Hütte. Hier biegt der Rheinsteig nach Westen ab und umrundet die Pension “Kühns Mühle”(7). Wir können, inmitten der ausgedehnten Weinberge gelegen, bereits das nächste Ziel ins Auge fassen: Schloss Vollrads (8). Wir bleiben den Weinbergen auch weiter treu und streben Johannisberg entgegen. Kurz vor dem Ansbachtal biegen wir nach Norden ab und lassen nach einigen gut markierten Richtungswechseln die Reben hinter uns. Kaum haben wir den Wald betreten, lädt links das Waldrestaurant „Haus Neugebauer“ zur Rast ein.

Wir setzten die Wanderung auf weichen Waldwegen fort, wenden uns am höchsten Punkt der heutigen Etappe schließlich nach Südwesten und queren bald die Straße nach Stephanshausen. Durch Mischwald geht es langsam abwärts bis wir, nach schönen Ausblicken auf das Elsterbachtal, das Wallfahrtskloster Marienthal (9) erreicht haben. Hier bietet das Waldhotel Gietz Einkehr und Übernachtungsmöglichkeit. Wir steigen aber gegenüber kurz und steil durch den Wald auf, durchqueren das Neubaugebiet von Marienthal, passieren eine weitere tolle Aussicht auf den Rheingau und finden uns schließlich bei der Antoniuskapelle im hohen Laubmischwald wieder.

Wir folgen dem Rheinsteig abwärts zum ehemaligen Kloster Nothgottes und folgen dem Blaubach zur Nonnenmühle. Am Rand eines Naturschutzgebietes queren wir den Bach, passieren ein Schützenhaus und betreten wieder die offene Weinbergslandschaft. Die letzten Kilometer zum Ziel, dem Kloster St. Hildegardis (10), welches wir bereits vor uns sehen, legen wir durch die Weinberge zurück. Wer in Rüdesheim (DB-Anschluss) übernachten oder einkehren möchte, erreicht die Stadt über Rieslingroute und Brahmsweg nach etwa 1.5 km.

4. Etappe: Rüdesheim – Assmannshausen

9.8 km Der Start zu dieser Kurzetappe liegt an der Abtei St.Hildegardis (P1) oberhalb von Rüdesheim. Nach Besichtigung der Kirche und Besuch des lohnenden Klosterladens genießen wir den Ausblick auf den Rheingau und erreichen durch die Weinberge nach knapp 4 km den Höhepunkt der Wanderung, das Niederwalddenkmal (11). Dieses, auch als „Wacht am Rhein“ oder „Germania“ weit über die Region hinaus bekannte Denkmal, erinnert an die deutsch-französischen Kriege. Neben der Kabinenbahn von und nach Rüdesheim, der Adlerwarte und dem Restaurant Rebenhaus hat das beliebte Ausflugsziel v.a. einen atemberaubenden Ausblick zu bieten. Von der Terrasse aus hat man nicht nur Rüdesheim mit Brömser- und Boosenburg, sondern auch Bingen mit dem Rocchusberg und natürlich den Rhein und dessen Hinterland bis zur Pfalz im Blick.

Der Rheinsteig leitet uns im Anschluss in den lichten Wald und bald haben wir die (v.a. im Sommer) einfallenden Touristenströme hinter uns gelassen. Wir wandern an zahlreichen Bänken und Schautafeln vorbei, Hinweisschilder machen uns auf einige etwas neben dem Weg liegende, phantastische Ausblicke aufmerksam. Diese kurzen Abstecher lohnen sich besonders bei klarem Wetter. Einige der Aussichtsplätze, wie die „Eremitage“ und der „Naheblick“, werden regulär vom Rheinsteig angelaufen. Ein Höhepunkt ist auch der Turm “Rossel” oder der Ausblick von der Ruine des “Rittersaals”, von dem man besonders den Mäuseturm und die Ruine Ehrenfels, aber auch das Ziel, Assmannshausen, betrachten kann.

Wir wandern weiter durch den Wald an der „Zauberhöhle“, einem Kuriosum aus dem 19. Jahrhundert vorbei, und passieren das noble Hotel und Restaurant Jagdschloss Niederwald. Bei der Bergstation der Seilbahn nach Assmannshausen  zweigen wir auf einen Waldpfad ab, der uns gemächlich durch den Laubwald abwärts führt. Wir queren mehrfach die Trasse der Seilbahn und erreichen schließlich Assmannshausen unweit der Talstation. Im Zentrum, inmitten der sehenswerten alten Fachwerkhäuser beenden wir die Etappe nach 10 km (12).

5. Etappe: Assmannshausen – Lorch

15.7 km Mitten in Assmannshausen an der “Alten Bauernschänke”  treffen wir auf den Rheinsteig. Wir lassen das schmucke Fachwerkhaus rechts liegen und folgen dem Logo bergan zu den nahen Weinbergen. Kaum haben wir den „Assmannshäuser Höllenberg“ passiert, dürfen wir den ersten Weitblick des Tages genießen. Der Weinbergsweg führt uns an kunstvollen Schiefermauern vorbei, weitere wunderbare Blicke ins Rheintal  öffnen sich. Im Frühjahr erfreuen zudem die in voller Blüte stehenden Schlehenhecken, die zahlreichen Kirschbäume und v.a. die kräftig gelb leuchtenden Löwenzähne, die als Gründüngung der Weinberge dienen.

Bald folgen wir einem Naturpfad in einen Wald aus meist krüppeligen Eichen. Am Hang entlang windet sich der Weg bergan, führt uns an einem ehemaligen Steinbruch vorbei und bringt uns zur Aussicht an der Paul Claus Hütte (13). Weiter geht es zum Bodental, wir entfernen uns dabei von der Hangkante und können seltene Momente der Stille erleben. Der Weg verläuft zunächst ohne nennenswerte Höhendifferenz, später dann abwärts, durch eine abwechslungsreiche Flora: Schlehengebüsche wechseln mit Mischwald, der von Krüppeleichen bis Hochwald alle Übergangsformen zu bieten hat. Im Talgrund treffen wir auf einen kleinen See, bevor wir oberhalb eines Campingplatzes zurück zur Hangkante über dem Rheintal wandern.

Dort erwartet uns am Rastplatz „Georgs Ruh“ ein sensationeller Ausblick auf die Burgen Sooneck, Rheinstein und Reichenstein sowie den Rhein. Im weiteren Verlauf wird zumindest jeder der hier im Frühjahr wandert von blühenden Hecken, Obstbäume und Blumen verzaubert. Tafeln weisen uns außerdem darauf hin, dass wir uns auf dem Territorium des “Freistaates Flaschenhals” bewegen, einem Kuriosum aus den Jahren 1919-1923.

Auf herrlich weichem Wiesenweg legen wir die nächsten Kilometer Richtung Lorch zurück und erfreuen uns dabei an den häufigen Wechseln zwischen freier Sicht auf den Rhein, Einrahmung durch dichte Hecken und waldigen Abschnitten. Wir umrunden den Bachergrund und gelangen zunehmend in offeneres Gelände, bald kommt das Tagesziel Lorch mit der berühmten mittelalterlichen Kirche und der oberhalb des Städtchens gelegenen Ruine Nollig in Sicht. Durch Weinberge erreichen wir schließlich Lorch (14), wo wir die Etappe mit einem Blick in die Kirche, die ein assymetrisches Kirchenschiff, ein hohes, frühgotisches Gewölbe und einen kunstvollen Holzaltar aus dem 15. Jahrhundert bietet, beenden.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Rechtsrheinische Bahnstrecke mit Halt in Wiesbaden, Rüdesheim, Assmannshausen, Lorch, Frauenstein, Schlangenbad, Rauenthal, Kiedrich, Kloster Eberbach sind per Bus erreichbar. Nähere Infos dazu unter www.vrn.de

Anfahrt

A643 bzw. A66 nach Wiesbaden; entlang des Rheins auf der B42 Anfahrt zu den meisten Etappenzielen

Parken

Wiesbaden: Schiersteiner Hafen, ansonsten meist in der Nähe der Bahnhöfe

Koordinaten

DD
50.037030, 8.234241
GMS
50°02'13.3"N 8°14'03.3"E
UTM
32U 445162 5543028
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Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Schöneres Wandern RheinSteig Pocket, U. Poller & W. Todt, idee-media Verlag, Ausgabe 2007, ISBN 978-3-934342-50-7, 9.95 € Ein schöner Tag Kompakt: Rheinsteig-Set, Wanderbuch und offizielle Wanderkarte 1:50.000, Renate und Olaf Goebel, idee-media Verlag, ISBN: 3-934342-42-6, 20.95 €

Kartenempfehlungen des Autors

Oberes Mittelrheintal: Blatt „Rüdesheim – Bingen“, 1:25.000, Ausgabe 2008, Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation RLP und Hess. Landesvermessungsamt, ISBN 978-3-89637-365-6, 6.90 €

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Ausrüstung

Auf einigen Steilstrecken und v.a. bei nasser Witterung sind Wanderstöcke hilfreich. Ansonsten normale Wanderausrüstung.

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
73,7 km
Dauer
4:30 h
Aufstieg
1.688 hm
Abstieg
1.696 hm
Höchster Punkt
360 hm
Tiefster Punkt
76 hm
Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights faunistische Highlights

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  • 29 Wegpunkte
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Abstieg  Hm
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