Trachten-und Volkstanzgruppe Bad Peterstal

Noch vor wenigen Jahren waren Frauen in der Renchtäler Tracht beim sonntäglichen Kirchgang keine Seltenheit, heute kleiden sie sich nur noch zu hohen kirchlichen Festtagen und besonderen Anlässen. Um die Erhaltung der Tracht bemüht sich in Bad Peterstal-Griesbach seit 40 Jahren die Trachten- und Volkstanzgruppe.

Zu sehen ist die Trachtengruppe aus Bad Peterstal an folgenden Festen:

  • Fronleichnam
  • beim Patrozinium Peter und Paul (29. Juni)
  • beim viertägigen Heimatfest "Peter und Paul", immer am 1. Sonntag nach dem 29. Juni

 

Zehn Rosen für die Schönheit

Wie in zahlreichen Orten im Schwarzwald ist bei der Frauentracht besonders der Hut das auffallendste Element: Im Unterschied zum „Bollenhut“, der als Schwarzwaldsymbol eine der bekanntesten Kopfbedeckungen ist, hat sich der Renchtäler „Rosenhut“ als Strohhut mit roten, aber flachen „Rosen“ aus Wollfäden in seiner ursprünglichen Form bis heute erhalten. Zehn Rosen zieren den Hut. Alle reine Handarbeit, denn jede Rose muss einzeln gebunden und aufgenäht werden. Anschließend werden sie mit Kamm und Schere in Form gebracht.

 

Feine Seide für die Frau

Ein handgesticktes, feines Seidentuch mit langen Fransen wird kunstvoll gefältelt um die Schultern der Trägerin gelegt. Die Frau trägt ein besticktes Samtmieder, einen schwarzen oder blauen Rock und eine blumengemusterte schwarz-weiße oder bunte Seidenschürze. Die Tracht der verheirateten Frau mit schwarzer Haube aus Seidenmoireebändern ist heute nur noch in der Trachtenausstellung zu sehen.

Eine stattliche Zahl Kinder in der Renchtäler Tracht erfreut seit vielen Jahren bei den Aufmärschen der Bürgermiliz.

Die Historische Bürgermiliz Bad Peterstal

Eine besonders lange Tradition pflegt die Historische Bürgermiliz Bad Peterstal, deren Entstehung auf die Zeit des 30-jährigen Krieges (1618-1648) zurückzuführen ist. In dieser und auch späteren unruhigen Zeiten wurde das Tal immer wieder von durchziehenden Heeren heimgesucht. Zum Schutz der Bürger wurden aus den eigenen Reihen Männer gestellt; von „Schützen“ wird in den alten Dokumenten berichtet. Diese Schützen begleiteten in ihrer Renchtäler Bauerntracht auch die schon seit 1759 dokumentierten Prozessionen.

 

Bauernhut mit Federbusch

Die Trachtenuniform der Historischen Bürgermiliz entspricht bis heute der Bekleidung der Renchtalbauern des 17. Jahrhunderts. Ein beeindruckendes Bild bietet die Bürgermiliz, wenn über 100 Personen mit schwarzer Kniebundhose, weißen Strümpfen und dem schwarz-roten Kittel über der roten Weste aufmarschieren. Ganz markant ist der schwarze Bauernhut, ergänzt mit einem Federbusch, in dem sich die Uniformfarben schwarz-weiß-rot wiederholen.

 

Über 100 Mann stark

Seit 1870 begleitete regelmäßig das Musikkorps die Auftritte der Miliz bei Kirchenfesten. Zur Bürgermiliz gehören die Gewehrträger, die Musik- und Milizkapelle und der Spielmannszug.

Zu sehen ist die Bürgermiliz aus Bad Peterstal an folgenden Festen:

  • Fronleichnam
  • beim 4-tägigen Heimatfest "Peter und Paul"
  • beim Großen Zapfenstreich